Kurzrezi: Snow White And The Huntsman (USA; 2012)

Entsetzlich langweiliges, mäßig gespieltes und visuell konventionelles Fantasy-Märchen, dessen Regisseur sich auf Dramaturgie offenbar genauso wenig versteht wie auf Schauspielführung und Actioninszenierung. Ohne die omnipräsenten Zeitlupeneinstellungen wäre der Film wahrscheinlich eine gute halbe Stunde kürzer, und jede bei diesem Schnarchfest eingesparte Minute wäre eine gewonnene Minute. Zwischen Schneewittchen und ihren beiden Galanen besteht nicht einmal ein Hauch von Chemie, Chris Hemsworth wirkt einmal mehr wie ein dezent aufgehübschter Chuck Norris, Kristen Stewart gibt sehr augenscheinlich alles, was sie hat, leider beileibe nicht ausreichend, um ihrer ohnehin schon platt geschriebenen Figur Leben einzuhauchen. Für einen gelegentlichen Lacher sind immerhin die Overacting-Ausbrüche Charlene Therons gut, aber auch ihre böse Königin ist nur wenig vielschichtiger als das Disney-Pendant. Auch das uninteressante Production Design verleiht dem Film kaum Eigenständigkeit, ebenso der mediokre Score, der wie das Gesamkunstwerk unentschlossen zwischen Klassik und Moderne schwankt und nie Zähne zeigt. Und an dieser fehlenden Courage scheitert letztlich SNOW WHITE AND THE HUNTSMAN genauso wie am mangelnden Talent des Regiedebütanten, für den dabei bekanntermaßen aber immerhin ein Fick mit der Hauptdarstellerin raussprang. Der Zuschauer hingegen ist wie der vormalige Stewart-Gspusi Robert Pattinson der Gelackmeierte.

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